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Was kostet die Vorsorge

Publiziert von admin am Mittwoch, 1 April 20092 Kommentare

Vorsorge KostenWie Sie festgestellt haben, verzichten wir auf diesen Seiten weitgehend darauf, Beträge in Franken zu nennen. Zum einen sind Angaben zu Prämien und den daraus folgenden Renten nicht allgemein gültig, weil diese sehr stark von der Erwerbslage (1. Säule), dem Einkommen (2. Säule) und von Ihren persönlichen Möglichkeiten (3. Säule) abhängen. Auch die von der Steuer absetzbaren Prämien variieren einerseits aufgrund der Tätigkeit als Selbstständiger oder Angestellter und zum anderen werden die Limiten von Jahr zu Jahr vom Bund und den Sozialwerken angepasst. Bitte informieren Sie sich über abzugsfähige Beträge in der Wegleitung zur Steuererklärung, oder erfahren Sie aktuell gültige Zahlen in unserem Newsbereich.

Und dennoch: Es gibt Werte an denen Sie sich richten können und klare Signale die Sie zum Handeln auffordern. Denn obwohl das Rentenalter selbst für 60-jährige „noch weit weg“ erscheint: Finanzielle Engpässe von heute, können sich nachhaltig auf die Rente von morgen auswirken. Beachten Sie unsere 7 Tipps und es kann fast nichts mehr schief gehen:

Budget. Um sich ein Budget zu erstellen brauchen Sie nur ein Blatt Papier, auf welchem Sie sich eine Tabelle mit zwei Spalten zeichnen. Machen Sie sich die Mühe, über einen gewissen Zeitraum – idealerweise über ein Jahr – alle Einnahmen und Ausgaben zu notieren. Wählen Sie eine kürzere Zeit, denken Sie bitte an die nur einmal jährlich wiederkehrenden Ausgaben wie Steuern oder Kasko-Versicherung und denken Sie auch daran, dass schnell mal ein Zahnarztbesuch oder eine Auto-Reparatur anstehen könnte. Ärgern Sie sich aber nicht selber, indem Sie jeden Kassenzettel aufbewahren, eine grobe Schätzung reicht hier auch.

Einkommen berechnen. Sie haben nun zwei wichtige Zahlen: Ihre Jahreseinnahmen und ihre Jahresausgaben. Ziehen Sie nun von Ihrem Einkommen grundsätzlich 30 Prozent ab. Sie wissen nun, mit welchem Einkommen Sie ohne weitere Massnahmen ab der Pensionierung rechnen dürfen. Ist dieser Betrag immer noch höher als die zuvor errechneten Jahresausgaben, müssen Sie keine Massnahmen für Ihre Vorsorge treffen und Sie brauchen nicht mehr weiter zu lesen. In den meisten Fällen sind die Jahresausgaben nach dieser Berechnung aber deutlich höher. Der Fehlende Betrag stellt die Vorsorgelücke dar, die es zu schliessen gilt.

Hinweis: Dies ist nur eine Faustregel. Sie können Ihre Guthaben aus der AHV jederzeit von Ihrer Ausgleichskasse errechnen lassen und auf dem Auszug der Pensionskasse entnehmen Sie die zu erwartende Rente. Tun Sie das, wenn Sie unregelmässig viel, oder teilweise gar nicht gearbeitet haben, selbstständig sind, oder den Arbeitgeber mehrmals gewechselt haben. Weitere Angaben, wie Sie die zu erwartende Rente berechnen können, finden Sie im Artikel „So berechnen Sie Ihr Guthaben“. Ansonsten bietet diese Faustregel bereits ein brauchbarer Anhaltspunkt, denn die Einkünfte nach der Pensionierung sind in der Regel rund 30 Prozent tiefer als das bisherige Einkommen, während die Ausgaben ungefähr die gleichen bleiben.

Zusätzliche Erträge berücksichtigen. Neben der ungefähr errechenbaren Rente, sollten Sie ehrlich genug zu sich sein und die weiteren zusätzlichen Erträge in Ihre Planung miteinbeziehen. Während Lottogewinne nicht voraussehbar sind, können dies bestehende Vermögenswerte wie das Ersparte und zu erwartende Erbschaften schon eher. Vermeiden Sie böse Überraschungen oder Versicherungen die gar nicht nötig wären und sprechen Sie mit Ihren Angehörigen lieber offen darüber, wie ein späteres Erbe verwendet werden soll. Dazu können auch Liegenschaften und Wertpapiere gehören, welche die Flexibilität später günstig beeinflussen können.

Vergangene Lücken stopfen. Haben Sie in der Vergangenheit nicht voll, oder nicht immer gearbeitet, sind zwangsläufig Lücken in den Beiträgen zur AHV entstanden. Zum Beispiel bei Mutterschaft, wenn danach keiner bezahlten Tätigkeit mehr nachgegangen wird, wird die Einzahlungen an die AHV gerne vergessen. Diese lassen sich innerhalb von 5 Jahren nach deren Entstehung nachzahlen, so dass die Vollrente garantiert ist. Ihre Ausgleichskasse informiert Sie über fehlende Beitragsjahre.

Pensionskasse im Auge behalten. Weil die Rente der 2. Säule aufgrund des einbezahlten Kapitals errechnet wird,  entsteht keine eigentliche Lücke. Treten Sie vor allem in den letzten Jahren Ihrer beruflichen Tätigkeit eine besser bezahlte Stelle an, so wird der dereinst ausbezahlte Rentenbetrag aber sehr viel tiefer ausfallen, als das letzte Einkommen. Die Pensionskassen erlauben es deshalb, sich „einzukaufen“. Das bedeutet, dass man die Prämien die zur Sicherstellung der höchstmöglichen Rente fehlen, nachzahlen darf.

Eine 3. Säule aufbauen. Die bisherigen Berechnungen basieren auf der Annahme, dass neben der AHV und der Pensionskasse in keine weitere Vorsorge einbezahlt wird oder wurde. Wir gehen auch nicht davon aus, dass Sie im Lotto gewonnen haben und nur mit einem bescheidenen Erbe zu rechnen ist. Die ab der Pensionierung bestehende Lücke wird im hohen Alter tendenziell sogar noch grösser. Mit dem Abschluss einer Lebensversicherung schliessen sie diese Lücke am zuverlässigsten. Eine solche 3. Säule wird vom Bund stark unterstützt, indem Sie mit steuerlichen Erleichterungen rechnen dürfen. Mehr Informationen zum Thema Steuern in der 3. Säule erfahren sie im Artikel „Steuernsparen mit einer Lebensversicherung

Soviel kostet die Vorsorge. Auch hier können wir Ihnen keine fixe Zahlen nennen. Welchen Betrag Sie in die Vorsorge stecken wollen hängt davon ab, an welchen Lebensstandart Sie sich gewöhnt haben, ob Sie allenfalls Einschränkungen in Kauf nehmen wollen, und natürlich, wie viel Mittel Ihnen heute zur Verfügung stehen. Vielleicht möchten Sie sich aber auch einen Traum erfüllen und brauchen mehr, als nur das Nötigste zum Leben. Lassen Sie sich eine Offerte erstellen, mit den Angaben aus diesem Artikel und den Erkenntnissen, die für Sie wichtig sind. Die Offerte ist für Sie absolut kostenlos und wenn Sie es wünschen, können Sie sich persönlich beraten lassen.

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