Sparkonto als Vorsorge?
Die einzige schlechte Art Geld auf die hohe Kante zu legen ist nur, dieses tatsächlich auf die hohe Kante zu legen. Die ursprüngliche Redensart stammt aus dem Mittelalter, als die Münzen an der Oberseite der Himmelbetten auf eine schmale Kante – eben der hohen Kante gelegt wurde. Diese Art Geld aufzubewahren ist heute nicht mehr besonders ratsam. Bargeld ist in der Regel nur im beschränktem Masse gegen Diebstahl versichert und in einem Brandfall wird es schwierig sein, dessen Besitz zu beweisen. So ergeht es übrigens auch dem Sparstrumpf und dem Notgroschen unter dem Kopfkissen.
Eine sehr simple Art der Vorsorge ist es, ein Bankkonto zu eröffnen und regelmässig einzuzahlen, die der persönlichen Vorsorge gelten. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile dieser Sparart.
Prämien
Vorteil: Wenn Sie unsicher sind, ob Sie jeden Monat einen fixen Betrag einzahlen können, erlaubt eine Lösung in Form eines eigens dafür geschaffenen Kontos, auch mal eine Einzahlung auszusetzen.
Nachteil: Leider verlässt die Menschen oft die Disziplin und die Verlockung sich jetzt etwas zu gönnen ist viel grösser als die Disziplin, auf ein weit entferntes Ziel zu sparen.
Unser Tipp: Viele Banken erlauben es ebenfalls, Einzahlungen auszusetzen. Beachten Sie aber, dass dabei das ursprüngliche Sparziel nicht mehr im vollen Umfang erreicht wird.
Verfügbarkeit
Vorteil: Wenn Sie Ihr Geld auf einem gewöhnlichen Konto deponieren, steht es Ihnen im Bedarfsfall zur Verfügung. Das gibt Ihnen mehr Flexibilität, besonders wenn Sie sich über die persönlichen Ziele im Leben noch unschlüssig sind.
Nachteil: Auf einem Sparkonto erhalten Sie nur noch sehr wenig Zins. Bei Postfinance lag dieser Anfang 2009 bei gerade mal 0,125%.
Unser Tipp: Entscheiden Sie sich für eine Lösung der freien Vorsorge. Steuerlich macht das zwar keinen Unterschied, aber obwohl Guthaben jederzeit verfügbar ist, erhalten sie einen höheren Zins auf das Kapital.
Sicherheit
Vorteil: Seit der Finanzkrise 2008, hat der Bund die garantierte Deckung von privaten Guthaben auf 100′000 Franken erhöht. Sollte eine Bank pleite gehen, sind diese bis zu diesem Betrag durch den Staat garantiert.
Nachteil: Gegenüber einer gebundenen Vorsorge, ist ein Privatkonto steuerlich klar benachteiligt, denn das Guthaben muss als Vermögen versteuert werden.
Unser Tipp: Die Prämien einer gebundenen Vorsorge lassen sich vom steuerbaren Einkommen abziehen und auch bei einer späteren Auszahlung ist diese steuerlich begünstigt.
Fazit
Als Geschenk vom Götti ist ein einfaches Bankkonto keine schlechte Idee. Im Hinblick auf eine solide Vorsorge, raten wir jungen Leuten eine freie Vorsorge abzuschliessen, ab Mitte Dreissig empfiehlt sich für nicht Selbstständigerwerbende eine gebundene Vorsorge.


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